Berichte
2004
1. Lauf "12H von
Trier"
Vorbericht -
News Ticker
-
Rennbericht
2. Lauf "Day Of
Speed" Bischofsheim
Rennbericht
SLP-Rückblick 2004
Begonnen hatte alles in 2003. RCT-Chef Martin Bartelmes wollte eine größere und clubübergreifende Serie mit modernen Sportwagen, Moosgummireifen, Bison-Motor und einem freien Chassis nicht aus dem Kopf gehen. Bei den regelmäßigeren Besuchen eines Stuttgarter Slotkollegen fühlte er mal vor, wie dort die Bereitschaft wäre, zu Mörfelden bestand eh reger Kontakt und beim Stuttgarter Nikolausrennen 2003 wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Man war sich soweit einig, dass da was gehen sollte. Mörfelden, Stuttgart und Trier gingen die Sache an, Bischofsheim wurde noch angesprochen, von wo ebenfalls sofort das „JA" kam. Martin Bartelmes, Joachim Welsch, Günther Riehl, Reiner Bock und Peter Vogt mailten viel, trafen sich auf halber Strecke und nach ein paar Wochen stand ein Reglement und die Termine fest. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht und innerhalb kurzer Zeit war die Premierenveranstaltung in Trier mit 14 gemeldeten Teams annähernd voll ausgebucht.
Spannung war natürlich unter den Organisatoren angesagt. Wie würde es laufen, würde der Zuspruch sich übers Jahr so hoch halten, welche Problemchen würden auftauchen………
Um es kurz zu machen – Probleme gabs keine und alle Dinge, die noch nicht ganz ausgegoren waren, wurden auf kurzen Dienstwegen und mit raschen, überlegten Entscheidungen in die richtigen Bahnen gelenkt.
DIE ERSTE VERANSTALTUNG „DIE 12-STUNDEN VON TRIER"
Trier war also der Auftakt und von den 14 angemeldeten Teams erschienen dann tatsächlich 13. Viele neue Mann-/Frauschaften hatten sich gebildet und schon freitagabends war die Hütte brechend voll und die Stubbis wurden in größeren Stückzahlen unters fahrende Volk gemischt. Von den Heimteams war niemand unterwegs, die Spuren sollten für die auswärtigen Teams freigehalten werden, um soviel wie möglich Trainingsrunden absolvieren zu können.
Die seinerzeitige Online-Berichterstattuung durch den schleichenden Schreiberling fing mit einem Vorbericht an, der seinesgleichen sucht, vom Training wurde berichtet, der Rennverlauf haarklein im bekannten Forum geschildert und sogar vor Interviews während des Rennbetriebes schreckte der Schleichende nicht zurück.
Das Rennen selbst nahm einen etwas unerwarteten Verlauf, denn das hoch
favorisierte Heimteam No Limits lag lange Zeit in Führung, was nach der PolePosition schon erwartet wurde, dass der heisse Atem des
Jäger-Teams aber
ständig und deutlich zu spüren war, brachte dann die Jungs um Peter Oberbillig
doch ein wenig ins schwitzen. Die harte Konkurrenz im Rückspiegel und den
schleichenden Motorschaden unter der Haube, sollte es noch dicker für die
schnellen Trierer kommen. Nach dem Regrouping wechselte Teamchef Peter den Motor
und die No Limits nahmen auf Platz 6 das Rennen wieder auf. Am Ende reichte es
für einen wenig tröstlichen und gemeinsamen, da rundengleich, 5.Platz mit dem
MSC Bischofsheim. Diese Neueinsteiger waren die Überraschung des Tages, denn mit
ihnen hatte niemand wirklich gerechnet. Wenn man nachgefragt hat wurden im
Vorfeld die Top5 eher mit Trier, Saarbrücken, Austria und Mörfelden bestückt
gesehen. Im weiteren Kreis wurden dann noch die zwei Teams aus Stuttgart
genannt, vielleicht Höhr-Grenzhausen, doch gerade Bischofsheim hatte sich mit
dem Top-Fahrer Kevin Krollmann verstärkt. Dieser ergänzte die guten
Fahrleistungen von Peter Vogt und Michael Schluckebier hervorragend. Gemeinsam
wurde das maximal Machbare aus dem 962-Porsche herausgequetscht und am Ende
freute sich die sypathische Truppe über diesen super Einstieg in den
Modellsport. Die X-Rookies erwehrten sich heftigst Ihrer Haut gegen Spätzles
Power, denen dann aber die Karosseriehalteschrauben verloren gingen. Den dabei
erlittenen Rundenverlust konnten die Schwaben nicht mehr aufholen. MCW-Racing
wurde auch vom Defektteufelchen erwischt und musste gleich mehrere Reparaturen
durchführen und auch dieser Gruppe war sehr schnell klar, dass es diesesmal in
Trier nicht viel zu erben geben würde. Richtig gut waren unterdessen die
NoLimits Juniors unterwegs. Martin Bartelmes hatte ein paar engagierten
Nachwuchsleuten einen „jugendgerechten" Milka-962er" auf die Räder gestellt, was
besonders dem Teamkücken Roland Bruss sehr entgegen kam. Seine beiden älteren
Teamkollegen mussten sich zwar ständig um ihn kümmern – so war der Kleine
teilweise einfach verschwunden, obwohl er mit fahren dran war – aber er lohnte
es Ihnen, indem er ein paar glänzende Rundenzahlen zum Teamergebnis beisteuerte.
Dass es am Ende Platz 4 wurde war die Belohnung dafür. Die Jungs waren aber im
zweiten Stint dann doch arg müde und man merkte, dass dieser Durchgang zu Zeiten
stattfand, wo die Buben normalerweise schon ihren Kuschelteddy im Arm halten und
seelig schlummern ;-))
Dr.Slot hatte einen Hammerboliden zusammengestellt und
war mit Chrissi Elbeshaus, Ralph „Psycho" Steif und Dr.Norbert Slot über alle
Spuren hinweg glänzend besetzt. Sie konnten mit einer super Fahrt den zweiten
Platz gegen ein von hinten anstürmendes Team Austria herausfahren.
Das Jäger-Team
war jedoch nicht mehr zu packen. Sie fuhren seit der Übernahme der Führung ein
souveränes Rennen an der Spitze und ließen zu keinem Zeitpunkt mehr Zweifel am
Sieg aufkommen. Mark Kiefer, Joachim Welsch und Mike Hampel hatten alles richtig
gemacht an diesem Tag und waren zum Schluß die verdienten und stolzen Sieger.
Neueinsteiger waren zudem noch die beiden, mit Damen
verstärkten Teams von der Rennecke Mannheim und die Slotfreaks. Zweit Genannte
waren dann auch fixe Teilnehmer bei allen SLP-Veranstaltungen, bei der
supernetten Rennecketruppe blieb es leider bei dem einen Start im SLP.
Auffallend in Trier:
-Martin B. wurde zum Bundesspeedbeauftragten ernannt.
-Dr. psych. Ralph Steif wurde zum Bundesminister für HORN-und HORNvernichtung ernannt.
-Mark Kiefer erhielt die Professur für die Pflege und den Erhalt des ROTAUGENwildes
-Mike Hampel wurde der Bundespreis für Fotografie überreicht.
-Ralf Schaffland erkämpfte sich unter hunderten von Sekretärinnen den Titel der „Tippse 2004" und bekam die goldene Schreibmaschine, für eine tolle Berichterstattung vom SLP-Auftakt verliehen.
-Aus schwäbischer Sicht wurde resümiert, dass auch an der Mosel, fern der Heimat, sehr gute Spätzle gemacht werden.
-Stubbis schmecken in der Nähe von Bitburg einfach am besten.
-Trier ist eine Reise wert – auch wenn das Bistro im Warsberger Hof die Stuttgarter und Wiesbadener am zweiten Abend um halbzwei Uhr nicht mehr bewirten wollte ;-))
-Den schönsten Schlafanzug trägt der Teamchef von SpätzlesPower und richtige Männer schlafen im T-Shirt und der Unterhose (eine alte Weisheit vom schnellsten Spätzle Mike Hankele)
DIE ZWEITE VERANSTALTUNG „DAY OF SPEED" IN BISCHOFSHEIM
Danach machte der SLP halt in Bischofsheim und alle
Teilnehmer waren gespannt auf die neu errichtete 6-spurige Strecke. Es fanden
sich fast 40 Starter an diesem Tag ein und im Vorfeld wurde viel geflachst, denn
die Bischofsheimer verfügen über ein geniales Gelände mit einem eigenen
Swimmingpool in dem regelmäßig die Rennsieger getauft werden. Dies war auch mit
ein Grund, weshalb der bischemer Termin in den Sommer gelegt wurde. Leider
machte das Wetter einen großen Strich durch die Rechnung. Es war kalt, es
regnete teilweise und an baden war nicht zu denken. Sop machte man sich im
Teilnehmerkreis eben von innen nass und nutzte das reichhaltige Angebot an BIT
;-))
Die Bahn selbst hat wohl ihre Eigenheiten, allerdings
ist ein anspruchsvoller und extrem schöner Track entstanden. Einzig der
megaharte Knick nach Start und Ziel, der sofort unter eine Brücke führt und dort
für mancherlei Bruch sorgte, war Anlass für ein paar kritische Bemerkungen.
Clubchef Peter hatte dies auch recht rasch erkannt und gab kurz darauf bekannt,
dass man das für nächstes Jahr wohl ändern werde.
Im Qualifying wurden dann die ersten Duftmarken gesetzt und mit Ralph Seif, Peter Oberbillig, Joachim Welsch und Torsten Ulrich fanden sich 4 nicht ganz unbekannte SLPler unter den schnellsten 6. Das Peter Vogt die Pole holte war auch nicht gerade eine Überraschung, aber mit Peter „Alois" Kreutzer fand sich dort ein Mann, den man bis dato noch nirgends gesehen hatte und so wunderte es nicht, dass erst mal die Fragerunde eröffnet wurde: „Peter Kreutzer? Wer issn dass? Kennt den einer?" Soviel schon vorweg – man würde ihn noch kennenlernen im Laufe des Tages und der restlichen Saison…………
Der Renntag selbst war ausserordentlich lange und je später die Fahrer dran waren, desto trüber war schon der Blick. Manch einer aus den schnelleren, somit spät startenden Gruppen brachte es dann auch gar nicht mehr auf den Punkt. Die Konzentration litt darunter. Dass der Sieg nur über einen der Fahrer aus den beiden vordersten Startgruppen gehen würde stand ausser Frage. Es war nur nicht klar, wer es dann am besten auf den Punkt bringen würde. Die vorletzte Startgruppe brannte ein wahres Feuerwerk ab und Martin Bartelmes, sowie Roland Tögel fuhren den Laufsieg untereinander aus. Der österreichische Nissan R89C war einen Tick besser als der C9 aus Trier, Martin musste dann irgendwann ein bisschen abreißen lassen und Roland konnte den Laufsieg verbuchen. Seine Marke war ein echter Prüfstein und ein hoch gestecktes Ziel für die 6 Top-Qualifyer. Peter Oberbillig und Ralph Seif ließen aber keinen Zweifel daran, dass sie es sich in den Kopf gesetzt hatten, die 524 Runden zu übertreffen. Peters Jaguar und Ralphs Mazda waren top vorbereitet, die Fahrer super sicher und schnell unterwegs und am Ende sollte es dann auch reichen. Peter beendete den Renntag auf Position 1, Ralph kam knapp dahinter als Zweiter ins Ziel, Dritter wurde Roland Tögel, dahinter Martin Bartelmes und auf Rang 5 schon Peter Kreutzer. Peter Vogt war in dieser Gruppe deutlich anzumerken, dass Rennen fahren und Großveranstaltung organisieren das Nervenkostüm stark belasten. Er fiel auf Platz 8 zurück und konnte sein top Quali leider nicht bestätigen. Torsten Ulrich hatte im freien Training sein Nummer 1 Auto zerschossen und musste mit dem Zweitwagen starten, dieser war weniger sicher und zudem überkam den Wagen noch ein schleichender Motorschaden, auch dem Fahrer selbst wars wohl schon etwas zu spät und so fand er sich am Ende auf Platz 17 wieder. Auch für Joachim Welsch lief das Rennen nicht nach Wunsch, er war in ein paar ungeschickte Abflüge von Konkurrenten verwickelt, was wichtige Runden kostete. Platz 9 machte ihn am Ende nicht wirklich happy, aber so ist eben Motorsport. Dass man mit einer sauberen, vielleicht nicht extrem schnellen Fahrt und wenigen Abflügen auch ganz weit nach vorn fahren kann bewiesen dann Mark Kiefer, Mike Hampel, Mike Hankele, Kevin Krollmann und Andreas Tögel. Allesamt verfügten sie nicht über die allerschnellsten Autos, drehten aber konstant und flott Ihre Runden und landeten unter den besten 15.
Auffallend in Bischofsheim:
-man trinkt BiT und das immer in ausreichenden Mengen.
-man hat die wohl beste Anlage der ganzen SLP-Austragungsorte.
-die Jungs sind am Grill einfach phantastisch!!
-die Bahn ist extrem schön und hat einen ganz besonderen Reiz.
-Peter V. und seine Mannen haben einen Top-Job abgeliefert und waren tolle Gastgeber.
-Der Pool schreit regelrecht nach einer umfassenden Nutzung – nächstes Jahr bitte besseres Wetter bestellen!! ;-)
DIE DRITTE VERANSTALTUNG „SPEEDWEEKEND" IN MÖRFELDEN
Die dritte Station des SLP war die Bahn in Mörfelden. Das Rennen fand im Rahmen des Speedweekends statt und die Starterzahl überstieg die 40er-Grenze deutlich. Der Stellenwert des SLP hatte überall an Bedeutung gewonnen und die meisten Boliden wurden in der Sommerpause deutlich überarbeitet, manch einer entschied sich sogar zu einem Neubau und so durften einige neue Boliden bewundert werden. Dieses mal reisten nicht nur die südlichen Nachbarn aus Österreich an, sogar ein Top-Sloter aus dem hohen Norden konnte als Mitstreiter fürs Jäger-Team gewonnen werden. Björn Skottke half den krisengebeutelten Sympathikos aus dem Saarland aus und wollte wichtige Meisterschaftspunkte beisteuern.
Beim freien Training am Freitag abend fand teilweise schon ein offener Schlagabtausch und eine Standortbestimmung statt. Österreich und Stuttgart duellierten sich heftigst mit niedrigen 4,4er Zeiten und die Saar-/Nordfraktion war dicht dran…….
Am Samstag begann alles mit einer kurzen Trainingssession und nun war auch Trier komplett anwesend. Peter Oberbillig stellte mit Top-Zeiten auch gleich klar, dass er bereit war, den Takt auch hier vorzugeben. Auf Anhieb fielen Zeiten unter 4,5 Sekunden und Peter war zufrieden, wobei auch Joachim Welsch sich zu dem munteren Kreis der 4,4-Sekunden-Fahrer gesellte und somit für ausreichend Spannung gesorgt war.
Das Quali brachte ein paar echte Überraschungen mit sich, als sich Fahrer ganz weit vorn fanden, die soweit vorn schlicht und einfach nicht erwartet wurden. Auf der anderen Seite fanden sich weiter hinten Racer, die man unter den Schnellsten zugeordnet hätte. Die Bahn hatte aufgrund der gerade zu Ende gegangenen Sommerferien und er daraus resultierenden Rennpause auf der Bahn, noch keinen sonderlichen Grip und man wurde bitter bestraft, wenn man nach einem Fahrer ran musste, der Abflüge hatte und danach den Staub auf der Bahn verteilte. Unterm Strich war man sich jedoch einig, dass auch in den langsameren Startgruppen ein Rennsieg noch möglich sein sollte, da die Stunde Fahrzeit ja genügend Möglichkeiten zur Ergebniskorrektur bot.
Schon in der allerersten, vermeintlich „langsamsten",
Gruppe wurde allerdings schon Modellsport gezeigt, der von sauberen fahrerischen
Leistungen geprägt war. Dass hier zum Beispiel ein Jan S. vom Trierer JuniorTeam
ein super Rennen fuhr konnte man bereits erahnen, denn er hatte Qualizeiten
zusammengefahren, die darauf hindeuteten, dass er wohl bewusst langsam fuhr und
in diese erste Einteilung wollte, um beizeiten wieder in Papa´s Eilbulldog
einsteigen zu können und gen Heimat zu düsen.
In einem weiteren Lauf, zu Mitte der Veranstaltung,
trafen zwei weitere Junioren aufeinander. Alex Ortmann fuhr hier ein beherztes
und souveränes Rennen. Stets fair und dennoch mega schnell unterwegs machte er
seinem guten Ruf alle Ehre und fuhr auf einen tollen 10.Platz. Mit ihm maß sich
Steven Kiefer, der zunächst recht flott unterwegs war und streckenweise auch bei
Alex mithalten konnte. Nicht bedenkend, dass er zu Beginn langsamere Spuren
befahren musste, versuchte er das letzte Hundertstel aus seinem sehr guten Auto
herauszupressen. Abflüge und Rundenverluste waren die Folge. Der ab da
demotivierte und lustlos wirkende Fahrer verursachte dann noch so manchen Crash
und kostete einen Teilnehmer dieser Startgruppe einen sicheren Podestplatz. Eine
prächtige Vorstellung lieferte in diesem Lauf auch Kurt Petri, Chef von
HT-Motorracing ab. Er hatte kurzerhand gemeldet und fuhr ein blitzsauberes
Rennen. In den vorderen Gruppen ging es nun um Sieg und Platzierungen. Pechvögel
waren hier an allererster Stelle Joachim Welsch,dessen Getriebe einen
schleichenden „Plattfuß" erlitt und der wertvolle Runden bei einer Reparatur
verlor, ebenso erwischte es Martin Bartelmes und Dr.psych. Ralph Seif , die
massiv Runden verloren, bzw. Ralph sein Kunststoff-Motorritzel mehrfach verlor
und sich dann frustriert zum ebenfalls böse gepeinigten Verfasser gesellte, um
mit diesem ein gut gekühltes Bi(nding) dem Körper zuzuführen, damit erstens der
Mineralstoffhaushalt in Ordnung gebracht wird und zweitens die etwas
geschwollenen Mandeln (oder wars der dicke Hals!?) etwas im Umfang reduziert
werden.
Peter Oberbillig war sehr schnell unterwegs, allerdings
hatte er für seine Verhältnisse ungewohnt viele Abflüge und brachte es an diesem
Tag irgendwie nicht ganz auf den Punkt. Besser hatte es im Lauf zuvor nur Roland
Tögel (Team Austria) gemacht, der den Nissan mit den geschlossenen Radkästen
einmal mehr flott um den Kurs bewegte. Herausragend war hierbei, dass er auf den
langsameren Spuren 2 und 3 jeweils grandiose Rundenzahlen zustande brachte. Am
Podest schnuppern durfte unterdessen ein anderer Fahrer, von dem man wusste,
dass er schnell ist, es bis dahin aber noch nie in gute Ergebnisse umsetzen
konnte. Frank „Bini" Binanzer aus Stuttgart hielt sich lange in Schlagdistanz zu
Roland, führte dessen Lauf sogar über weite Strecken an. Ab einem gewissen Punkt
musste er jedoch abreißen lassen und konzentrierte sich auf seine Möglichkeiten.
Am Ende wurde er mit einem blitzsauberen 4.Platz belohnt. Hinter ihm landete
Slotprominenz vom Schlage eines Mark Kiefer, Kevin Krollmann, Dr.Günther Riehl
oder Michael Niemas. Besonders gut machte es an diesem Abend aber ein Anderer.
Peter Kreutzer hatte in Bischofsheim schon eine Duftmarke gesetzt und wer in
dort noch nicht auf der Rechnung hatte, der muss spätestens seit Mörfelden
seinen persönlichen Favoritenkreis regelmäßig um einen Namen ergänzen. Peter
profitierte zwar von einigen Ausfällen und einem kleinen Favoritensterben, aber
er fuhr ein grandioses Rennen und wurde in seinem zweiten Rennen mit einem
1.Platz belohnt. Cool, abgeklärt und stets am Limit chauffierte er seinen Sauber
C9 auf eine Rundenzahl, die an diesem Tag keiner überbieten konnte.
Auffallend in Mörfelden:
-Kurt Petri ist nicht nur Slotlieferant Nr.1 in Deutschland, sondern auch Organisator Nr.1
=>tolle Rennleitung
=>prima Moderation
-Günther Riehl hatte einen tollen SLP-Lauf vorbereitet
-Billy´s Pub hat mal wieder prima Arbeit geleistet und für eine ausgezeichnete Küche geboten
-Im 3.Rennen gab es schon den dritten Sieger
-Der Mörfeldener Track scheint zwar einfach, hat aber mal wieder für super spannende Rennen gesorgt
-Mit Platz 11 feierte ein Nordlicht namens Björn „Skottie" Skottke einen fulminanten Einstieg in den SLP und demonstrierte die Leistungsstärke des Nordens eindrucksvoll
DER VIERTE LAUF UND DAS SLP-FINALE „NIKOLAUSRENNEN" IN STUTTGART
Der letzte Lauf der Saison war wieder im Rahmen des traditionellen Stuttgarter Nikolausrennens als Team-Wettbewerb im SLP ausgeschrieben. Satte 18 Teams hatten gemeldet und es lagen sogar noch weitere Anmeldungen von Teams vor, die allerdings leider abgewiesen werden mussten, weil der zeitliche Rahmen so schon kaum einzuhalten war. Glücklich war darüber niemand, allerdings war die Aufstockung von geplanten 15 auf 18 Teams schon nur möglich, weil die Fahrzeit pro Team auf 2,5 Stunden reduziert wurde und weitere Kürzungen nicht mehr den Charakter eines Langstreckenrennens erfüllt hätten.
Am Freitag vor dem Rennen wurde schon fleißig traininert und manches Team stellte Zeitmarken auf, die in Stuttgart zu den ganz flotten Zeiten gehören. Die einheimischen Teams beschränkten sich darauf, für eine ordentliche Bewirtung zu sorgen und darauf zu achten, dass die Spurwechsel zügig von statten gingen, um allen Angereisten möglichst viel Fahr-/Trainingszeit bieten zu können. Auffallend schnell waren die österreichischen SLPler unterwegs und schnell war klar, dass diesesTeam auch im Rennen am Samstag wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden würde. Um 0.00 Uhr war Schicht und es ging in die Hotels zum schlafen oder schrauben – je nach gusto ;-))
Am Samstag trafen dann die restlichen Teams ein. Unter anderen auch die Meisterschaftsanwärter NoLimits und das Jäger-Team. Die Meisterschaft würde sich zwischen Jäger-Team, NoLimits und Team Austria entscheiden. Was würden die Heimteams, die man bis zum Schluß gar nicht auf der Bahn sah, gegen die Top-Teams ausrichten können? Ausser in Trier war der Heimvorteil bisher nie richtig zum tragen gekommen.
Dass sich sich die Stuttgarter Teams einiges für Heimrennen vorgenommen hatten konnte man dann im Quali erkennen. Die Vorjahressieger von MCW-Racing parkten ihren Sauber C9 auf dem 5.Startplatz, die Pole eroberte das ebenfalls einheimische Team Spätzles-Power vor Austria, Dr.Slot und den NoLimits.
Das Jäger-Team kämpfte sich im Verlauf des ersten Durchgangs in die Gruppe der schnellsten 5, die komplett neu besetzten Slotfreaks lieferten eine blitzsaubere Leistung ab und kämpften sich in eine Startgruppe weiter vor. Überraschungsteams waren Höhr-Grenzhausen, die erstmals ein neues Plafit Super 24-Chassis erfolgreich einsetzten und KNAX. Ein weiteres Heimteam, das niemand auf der Rechnung hatte, die aber mit dem schnellen Clubjunior Markus Fessler und zwei weiteren Routiniers äusserst stark besetzt waren.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass in Stuttgart ganze sieben neue SLP-teams am Start waren. So war rundum für Spannung gesorgt, denn nicht nur Meisterschaft und Rennsieg boten Anlaß zu dynamischen Diskussionen bezüglich Ergebnis, sondern auch die Frage nach dem besten Neueinsteiger bewegte die Gemüter.
Der beste Neueinsteiger war ohne Zweifel das Team KNAX, zwar mit Heimvorteil ausgestattet, doch auch mit glänzend vorbereitetem Auto und homogener Mannschaftsleistung schaffte sie einen tollen Einstieg in den SLP. Am Ende hatten sie Platz 6 erobert und damit ein paar echte Top-Teams hinter sich gelassen. Eine weitere wirklich gute Leistung lieferten NoTimeRacing ab, die noch im Quali einen riesen Rückstand aufzuweisen hatten, sich im Rennen aber mit einer zügigen Fahrt immer weiter vor kämpfen konnten. Am Ende hatten sie 6 Teams überholt und den 12.Platz herausgefahren.
Die X-Rookies hatten fast das gesamte Rennen über keinen ausreichenden Grip, um wirklich angreifen zu können, so verordnete Teamchef Günther R. „Schadensbegrenzung und ein achtbares Ergebnis" – sprich: wenigstens noch Top10!! Ziel am Ende mit einer Punktlandung erreicht…..
Powerbridge-Racing, Renncenter Mannheim, Dr.Slot, Optimist und der SRC-Hohenneuffen wurden arg von Defekten gebeutelt. Sie verloren jeweils sehr wichtige Runden bei der Reparatur. Das ging bei 2 dieser Mannschaften bis hin zum Wechsel des Bison-Motors.
An der Spitze war der Kampf um die Meisterschaft noch immer heftig. No Limits legten allerdings im zweiten Durchgang noch mal eine Schippe drauf und konnten sich so von ihren härtesten Widersachern aus Österreich und dem Saarland Meter um Meter absetzen. Plötzlich war man sogar in Schlagdistanz zum bis dahin an zwei liegenden Heimteam MCW-Racing, das bis zum letzten Turn mit dem Messer zwischen den Zähnen gekämpft hatte. In diesem letzten Turn lieferten sich Kevin Krollmann und Martin Friemann einen erbitterten Zweikampf, bei dem der Heimascari knapp das Nachsehen hatte. 1,17 Runden oder runde 7,5 Sekunden trennten die beiden Teams nach 2,5 Stunden Fahrzeit. Auf Platz 4 hatte sich das Team Austria eingenistet. Dahinter das Jäger-Team, welches mit dem Auto etwas verwachst hatte und ein klein wenig mehr Grip hätte vertragen können. Ganz vorn drehten die Spätzles ihre Runden und gaben die Führung, die sie nach 8 Minuten des allerersten Turns erobert hatten, bis ins Ziel nicht mehr ab und konnte endlich einmal einen Sieg feiern, der den Jungs sichtlich Freude bereitete.
Auffallend in Stuttgart:
-trotz ordentlichen heimischen Bieren wurde Bitburger angeboten und umfassend konsumiert
-mit 62 Teilnehmern war es das größte Starterfeld des SLP2004
-typisch schwäbisch gab es einen Hauptgang mit „Spätzle"
-Berthold Fessler hat mal wieder einen grandiosen Job als Catering-Master gemacht
Dies und das zum SLP 2004 in der Gesamtbetrachtung
-Martin Friemann ist der längste Teamchef des SLP 2004.
-Joachim Welsch ist der schnellste lange Teamchef des SLP 2004.
-Reiner Bock ist der kürzeste Teamchef des SLP 2004. Gewann gleichzeitig den Concourspreis bei der Nachtgarderobe!
-Peter Oberbillig ist der schnellste kurze Teamchef des SLP 2004.
-Bini Binanzer kann am deutlichsten (und lautesten) seine Spurzahl oder –farbe rufen.
-Mark Kiefer hat die rotesten Augen des gesamten SLP-Teilnehmerfeldes.
-Mike Hampel erinnert am Regler stark an den Betbruder Michael, fährt aber schneller…….
-Peter Vogt ist der gewitzteste Teamchef des SLP und hatte immer einen Topfahrer als Verstärkung an der Hand.
-Roland Bruss ist der älteste Junior mit der tiefsten Stimme des gesamten SLP.
-Sandra Bullmann und Martina Krämer waren die beiden Amazonen des SLP 2004.
-Das Jäger-Team hatte als einziges Team eine Cheerleaderin zum anheizen. Zwar nur in Trier aber immerhin, der Auftritt von Marco war sehenswert – sogar in den Teamfarben ;-)))
-Die No Limits sind nicht ganz unerwartet erste SLP-Team-Meister geworden.
-Peter Oberbillig ist nicht ganz unerwartet erster SLP-Einzel-Meister geworden.
-Die Tögels haben dem SLP einen internationalen Flair verschafft und die österreichische Landesfahne bestens vertreten.
-Trier hat die Städtewertung gewonnen.
-Bischofsheim ist stark im kommen.
-Mörfelden wird wohl stark kommen, wenn die SLP-Autos auch im Club gefahren werden.
-In Stuttgart geht sicher auch noch ein bisschen was.
-Für die Premierensaison war das ein super Start mit insgesamt 87 Teilnehmern und 21 Teams.
-Das Zitat des Jahres stammt von Mike Hankele beim Frühstück in Mörfelden (er hatte mit Wolfgang „Wolftronic" in einem Zimmer übernachtet und dieser ist für seine laute Nachtatmung bekannt!): „Hey Wolfgang, Du bist krank!!! Du musst Dich sofort operieren lassen. Das ist doch nicht normal, so kann doch kein Mensch schlafen, das ist ja pervers!!" ;-))))
-Auch nicht schlecht war die Bemerkung von Dr.Norbert Slot beim großen Trierer Stromausfall vor dem Rennen in Mörfelden: „Watt kinn Schtrohm? Jungs, Stubbi-Rettungsaktion: ab annor Kühlschrank, datt ganz guuuud Bior gehhd frägg!"
-Nochmal tauchte Mike Hankele in der Zitatensammlung auf, als er nach dem Sieg in Stuttgart meinte: „Jungs gewinnen ist ja so einfach, das fand ich jetzt echt viel einfacher, als die ganzen Rennen zuvor, als wir uns den A…. abgefahren sind und am Schluss um Platz 20 gelandet sind! So machen wir das jetzt immer!" Wer ihn kennt weiss, dass er dabei sein breitestes Grinsen im Gesicht hatte ;-))
Nicht zu vergessen auch Dr.psych. Ralph S(t)eif nach dem dritten Motorritzelverlust in Mörfelden: „Ach hör opp, isch fahr immor diesen verf….ten Plastikritzel am Motor, datt iss sooooo schöhn leis und hat bisher immor gehaltn. Isch verschteh datt nitt, dat hat soooo supor geböhhhrnt und nu gehd datt Drissdingen fräck! Isch kotz. Ne, isch trink jetzt erstma n Hoooorn! Billy machma n Hoooorn………………"
-DIE SLP-SPONSOREN EINEN HERZLICHEN DANK FÜR DIE TOLLEN PREISE UND DIE GROßE UNTERSTÜTZUNG: DANKE AN KURT PETRI VON HT-MOTORRACING (
www.ht-motorracing.de) UND MICHAEL GRÄBER VON AUTOMOBILMINIATUREN (www.automobilminiaturen.de).
Vorausschau und viele Fragen zum SLP 2005
-wird Trier seine Vormachtstellung verteidigen oder gar ausbauen?
-wird das Jäger-Team in 2005 umbenannt und das Gejagtenteam?
-werden die Pechvögel 2004 auch die Pechvögel 2005 sein?
-hat Bischofsheim in Stuttgart eine Investition in die Zukunft getätigt und wird sich der neue Fahrer durchsetzen?
-hat der SLP in 2005 endlich mal schönes Wetter in Bischofsheim, um den Pool nutzen zu können?
-stellt man in Mörfelden auf Bitburger um?
-packen die X-Rookies den großen Hammer aus?
-wird die BiT-Pipeline nach Stuttgart bis zum Nikolausrennen 2005 fertig?
-wer wird die neue, bereits angekündigte, Top-Verstärkung im Jäger-Team?
-kriegen es die Teams aus Stuttgart wieder nur auf heimischem Boden gebacken?
-sehen wir Didi Schmeer endlich im lange angekündigten Dirndl mit ausladendem Dekolletee?
-wird der Norden vertreten sein?
-schreiben der schleichende Schreiberling und der börnende Boxenreporter dieses mal gemeinsam den Rennbericht für Trier?
-findet Martin B. einen Reporter, der die Rennveranstaltungen dokumentiert und entsprechend aufbereitet?
-Fragen, Fragen, Fragen. Die Antworten dazu wird es erst ab April 2005 geben.
Bis dahin wünschen die Organisatoren des SLP besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue SLP-Jahr.
Der börnende Boxenreporter wünscht innovative Inspirationen zum Chassisbau und allen Teilnehmern ein paar Erlebnisse, die die Berichte anreichern.
Wir bleiben dran und berichten weiter……………………………
TOU, der börnende Boxenreporter