SLP-Homepage       Berichte 2005        12h von Trier 2005
 

SLP-Folksbote

 Die 12-h-Trier oder „Was geht? Serie vs. Eigenbau!“

 Lange schon warf dieses Rennen seine Schatten voraus. Nachdem im Jahr 2004 eine mega erfolgreiche Premiere des SLP in Trier gefeiert wurde, waren dieses Jahr satte 20 Teams gemeldet und Cheforganisator Martin Bartelmes war etwas unruhig ob das wohl alles zu bewältigen sein würde.

 Die vielen Helferchen des Vorjahres hatten auch dieses mal ihre Dienste angeboten, die Verwandschaft und Freunde wurden eingespannt und so waren die Slotracer einmal mehr bestens betreut und versorgt. An dieser Stelle schon mal ein ganz herzliches „Dankeschön“ an alle Helfer, die den SLP freundlich empfangen, betreut und bewirtet haben!

Am Freitag war ab 13.00 Uhr großer Einmarsch im Renncenter Trier. Viele Teams nutzten die Möglichkeit schon um diese Zeit wertvolle Testkilometer zu absolvieren, Reifen einzufahren, Set up´s auszuprobieren, die Übersetzung anzupassen, um letzten Endes gut gerüstet und mit bestem Gewissen, zunächst ins Quali und anschließend ins Rennen starten zu können.

Teilweise ging es dann doch etwas wilder zu, als ein Team die Karosse noch grob mit Lack versah und ein paar Aufkleber aufbrachte – kurzum, es wurde eigentlich noch das komplette Einsatzfahrzeug aufgebaut.

Unterdessen bewährte sich das aus Stuttgart übenommene Trainingssystem mit den Karten, bei dem vordrängeln, dazwischen mogeln und sonstige kleine Ungereimtheiten annähernd ausgeschlossen waren und bei dem die Teams auch einen schönen Überblick hatten, wer wann dran ist.

 Im freien Training fielen besonders die Plastikquäler aus dem Ruhrgebiet mit sehr schnellen Zeiten auf. Ebenfalls schnell unterwegs war MCW-Racing aus Stuttgart, die neben vorgenannten und den Heimteams als einzige in den Zeitenbereich von 8,9 Sekunden vorstoßen konnten. Die österreichischen Slotfreunde von TST Austria haderten mit der Abstimmung und dem recht geringen Grip. Echte Spitzenzeiten wollten nicht gelingen und Teamchef Roland Tögel gab in einem Kurzinterview zu Protokoll, dass er hoffe, dass der Grip zum Qualifying und Rennen noch deutlich ansteige. Interessantes gab es auch von der No Name Group um Teamchef Peter „Aloisius“ Kreutzer zu berichten, der jedem der es hören wollte (oder nicht) sehr deutlich zu verstehen gab, dass er ja Anfänger sei und recht keinerlei Erfahrung habe. Man müsse ihn da schon verstehen, wenn er im Fahrerlager nach Tipps und Hinweisen fürs eigene Set up suchen würde. Der treuherzige Dackelblick zu diesen Ausführungen ist dabei immer besonders sehenswert. Boxenreporter Skottie dazu: „Na, hasse dass gehöät, Alda? Dea hatt ja schon ne geile Korriäre gemacht, vom Anfängä zum Teamscheff – doh wollde ich aba auch nich middfahn – bei n Anfängä!“

Frank Schüler von Leo Chilli Racing überlegte unterdessen, ob er seinen Ersatzfahrer Michael Gräber ob seiner Trainingsperformance nicht das ganze Rennen bestreiten lassen sollte, was aber per Reglement ausgeschlossen war, die X-Roockies waren fleißig am Schrauben, der MSC Bischofsheim war auch noch nicht so ganz glücklich mit dem Wagen, Slotracing XL versuchte irgendwie ebenfalls noch 2 bis 3 Zehntel zu finden und heimlich still und leise schlich die Uhr unaufhaltsam Richtung technischer Abnahme und anschließendem  Qualifyingstart.

 Die technische Abnahme verlief bis auf ein paar kleinere Punkte reibungslos. Da ein bisschen Bodenfreiheit, dort ein zu kleines Vorderrad, aber absolut verwirrt waren die technischen Delegierten, als der pinkfarbene Jaguar von Slotracing XL vergestellt wurde, der laut Messinstrument 0,98 mm Bodenfreitheit hatte und somit nicht legal war. Beim Test mit der Fühlerlehre passte die 1,0 mm Einheit aber ungestreift und mit viel Spiel durch. Der Erbauer des Fahrzeugs meinte, dass das nicht sein kann und dann kam Peter O. die Erleuchtung: die Messuhr am Instrument hatte sich 2 mal gedreht und es waren 1,98 mm. Somit war dann auch dieses Auto durch die Abnahme und es konnte irgendwann mit den schnellen Runden des Quali losgehen.

 In der Qualifikation zeigten die No Limits und das Jägerteam sofort mit niedrigen bis mittleren 8,9er Zeiten, dass sie hier den Sieg beanspruchen würden. Dahinter konnte sich MCW-Racing aus Stuttgart platzieren. Qualifahrer Wolftronic Krech bekam von Chris Hotz nur mittlere 9,3er Zeiten souffliert, was in immer heftiger am Hahn ziehen ließ und so stand am Ende ein 9,006 auf dem Monitor und neben diesem stand ein ziemlich dusslig dreinschauender aber hocherfreuter Wolftronic. Knapp dahinter mit 3/1000 Rückstand lagen Dr.Slot (9,009 Sek.) gefolgt von den Plastikquälern (9,101 Sek.) und Slotracing XL (9,168 Sek.) komplettierte die erste Gruppe. 

Das Qualifying brachte dann die nachfolgend gelistete Reihenfolge hervor und die Gruppierungen sind an den Absätzen zu erkennen:

1. Jägerteam -  8,923 Sekunden
2. No Limits - 8,951 Sekunden
3. MCW-Racing - 9,006 Sekunden
4. Dr. Slot - 9,009 Sekunden
5. Plastikquäler - 9,101 Sekunden
6. Slotracing XL - 9,168 Sekunden

7. MSC Bischofsheim - 9,308 Sekunden
8. Red Lampion - 9,335 Sekunden
9. TST Austria - 9,372 Sekunden
10. Power-Bridge-Racing - 9,385 Sekunden
11. No Name Group - 9,400 Sekunden
12. Leo Chili Racing - 9,426 Sekunden
13. Drinking for Schwerte - 9,450 Sekunden

14. SRC Mittelrhein - 9,467 Sekunden
15. X-Roockies - 9,542 Sekunden
16. Team 24 - 9,580 Sekunden
17. Slot Freaks - 9,709 Sekunden
18. No Time Racing - 10,248 Sekunden
19. Team Optimist - 10,539 Sekunden
20. Alien´s Racer Group - 11,000 Sekunden

Nun war erst mal Nachtruhe angesagt. Die Teams wurden von Martin Bartelmes noch mit einer kleinen Gute-Nacht-Geschichte im Bistro versorgt – sprich des Zeitplanes am Folgetag – und wurden dann mit je einem Stubbi ins Bett geschickt.

Am Samstag erschienen dann die Teams der ersten Startgruppe mehr oder weniger pünktlich und genauso mehr oder weniger ausgeschlafen.

Die mit 8 Teams besetzte Startgruppe wurde durch häufige Rennunterbrechungen in Folge von Chaosphasen gestört. 2 Teams waren sehr häufig in Unfälle verwickelt und so kam leider nur phasenweise ein richtiger Rennfluss auf höchster Konzentrationsebene zustande. In dieser Gruppe dominierten recht eindeutig der SRC Mittelrhein und Drinking for Schwerte, die sich mit konzentrierten Teamleistungen auf recht gleichmäßigem Niveau in die nächst schnellere Startgruppe vorfahren konnten. Die X-Roockies waren auf den Spuren 1 und 2 noch sehr gut unterwegs, konnten diese Performance aber nicht über die restlichen 4 Spuren aufrecht erhalten. Teamchef Dr. Günther Riehl gab zu Protokoll, dass man im freien Training einfach nicht weit genug mit der Abstimmung gekommen sei und somit im zweiten Durchgang nochmal eine kleine Attacke geritten werden müsse. Auch immer eng beisammen waren das Momo-Werksteam „Team 24“ um Chassis-Konstrukteur Karl Janda und die Slotfreaks aus Wiesbaden. Beide Teamchefs waren mit Ihrer Fahrerbesetzung sehr zufrieden, denn Karl hatte das Nord-Mega-Talent „Börn“ (die Red. Hat bei ihm kurzerhand das „j“ gestrichen weil der Name so besser passt!) Skottke verpflichtet, der seine Pflicht mehr als erfüllte, im Gegenzug hatte Dag der alte Stratege einmal mehr den geschmeidigen und zarten Frauenhänden von Sandra Bullmann vetraut, die demonstrierte, dass Slotracing nichts mit Kraft sondern mit gefühl zu tun hat! Karl wird es auf den Aussenspuren nie mehr vergessen ;-)

No Time-Racing fuhren unterdessen ihr eigenes Rennen. Das Team hatte im November 2004 seinen ersten Auftritt beim SLP-Finale in Stuttgart. Dort waren sie ausgesprochen gut unterwegs und waren eine kleine Überraschung in der Platzierungstabelle. In Trier hatten sie im ersten Durchgang zwei Defekte zu beheben und fielen dadurch deutlich zurück.

Team Optimist verlangte dem Toyota GT one alles ab und musste in Folge dessen zum einen oder anderen Boxenhalt einrollen. Die Pausen dieser Reparaturen warfen das Team vom zwischenzeitlichen 17 Platz auf den 19. zurück.

Bei der Aliens Racer-Group fing es schon mit dem sehr spät fertig gewordenen Einsatzwagen an, ging mit einem rückwärts fahrenden Auto im Quali weiter und auch im Rennen lief nichts richtig zusammen. Sie hatten vom ersten Turn an den letzten Platz inne und daran änderte sich leider auch zur Halbzeit nichts. Häufige Boxenbesuche und ein unsicheres Fahrverhalten warfen das Team immer weiter zurück.

Die Platzierungen der Teams dieser Startgruppe vor dem Regrouping:

09. SRC Mittelrhein
12. Drinking for Schwerte               
13. X-Roockies                                  
16. Team 24                                         
15. Slot Freaks                                    
17. No Time Racing                           
19. Team Optimist                              
20. Alien´s Racer Group                    

Die nächste Gruppe musste aufgrund der vielen Terrorphasen schon mit einer Stunde Verspätung an den Start. Die hier vertretenen Teams versprachen einiges an Spannung, da eine gesunde Mischung aus starken neuen Teams und guten Teams des letzten Jahres im Qualifying zusammengefunden hatte. TST Austria legte von der ersten Spur an einen fulminanten Sprint hin und hatte nur etwas Pech, dass es auf den schnellen Spuren 1 und 4 jeweils kleinere Reparaturen durchführen musste, die jeweils ca. 10 Runden kosteten. Unter Umständen wäre sonst für den zweiten Durchgang sogar der Sprung in die schnellste Startgruppe gelungen. So konnte sich die No Name Group wieder bis auf 2 Runden heranpirschen. Diese machten mit konstanten Leistungen und sauberer Fahrt immer dann richtig Boden gut, wenn sie die Chance dazu geboten bekamen – und das mit einem Anfänger als Teamchef ;-)

Die Jungs vom MSC Bischofsheim fuhren erneut ein sehr abgeklärtes Rennen. Knapp am Limit und immer in Schlagdistanz zu der vor Ihnen liegenden No Name Group die bei einem eventuellen Defekt sofort kassiert worden wäre. Im Rennen selbst erreichte der Wagen leider nicht mehr ganz das Niveau aus dem Quali und so fuhren die 3 Jungs ein Rennen gegen die Uhr mit wenigen direkten Duellen auf der Bahn. Red Lampion, das im Pflichttraining ein Ausrufezeichen gesetzt hatte startete auf der Spur 2 mit sehr ordentlichen 117 Runden, musste aber schon früh einen Defekt beheben, der um die 30 Runden verschlang. Danach erreichte der Wagen nicht mehr das Leistungsniveau von vorher und pro Turn wurden jeweils ca 15 Runden verloren. Damit fielen die Red Lampions in die 3 Startgruppe zurück. Nicht ganz so hart traf es Leo Chili Racing, die nur auf Spur 6 etliche Runden einbüsten, was aber am Ende dennoch bedeutete, dass sie um eine Startgruppe nach hinten rutschten. Teamchef Frank Schüler trugs mit Fassung und gewann dem ganzen die positive Seite ab, die da lautete: „Dann gann isch mein Bierschn schon früor dringgn!“ ;-) In der Startgruppe halten konnten sich die 3 Jungs von der Power-Bridge. Sie fuhren auf den Spuren 1 und 2 Rundenzahlen die deutlich über 120 lagen und spielten voll ihre ganze Streckenkenntnis aus. Leider gab es auch hier einen Unfall, der das Team erstens zurückwarf und zweitens in Folge dessen die gesamte Performance des Wagens verschlechterte. Irgendwie haben die Jungs mit dem weiss-blauen C9 immer wieder Pech. Es wird Zeit, dass die Karosse endlich mal ausgetauscht wird, was ja nun zwangsweise der Fall sein wird.

 Die Platzierungen der Teams dieser Startgruppe vor dem Regrouping:

07. TST Austria
08. No Name Group
10. MSC Bischofsheim                                                                                                                    
11. Power-Bridge-Racing                                                 
14. Leo Chili Racing                           
18. Red Lampion

 Und dann wars Zeit, dass sich die 6 schnellsten Teams des Qualifyings auf die Zeitenhatz machen. 3 starke Heimteams gegen 2 x Stuttgart und 1 x Dortmund. Die grundlegende Frage war einmal mehr, ob die 3 auswärtigen Teams über alle Spuren gleichmäßig stark besetzt waren, oder ob das Pflichtraining ein Strohfeuer war. Schon öfter konnte man ja erleben, dass speziell auf dem schwierigen trierer Parcours ein Team im Verlauf des Rennens stark zurück fiel, weil es auf einer der schwierigen Aussenspuren nicht ganz so gut lief. Die No Limits legten vom Start weg ein Höllentempo vor und selbst das extrem starke Jägerteam hatte nichts entgegenzusetzen. Nach dem ersten Turn lagen die Limits 2 Runden vorn und bauten diesen Vorsprung von Spur zu Spur aus. Teamchef Peter O. machte einen sichtlich entspannten Eindruck. Beim Jägerteam machten sich einmal Schleiferprobleme bemerkbar, die auf der schnellen Spur 3 mehrere Runden kosteten doch die Jungs trugen das mit Sportsgeist und Fassung. Sie zogen weiter fleissig am Hahn und machten Druck. Zur Halbzeit hatten sie sich auf Platz 3 eingenistet und dieser schien relativ sicher. Derweil kam der Doktor im Slot so richtig ins rollen. Ein Spitzenwert folgte dem anderen und der Toyota GT one stürmte eindrucksvoll nach vorn. Immer hart im Windschatten der No Limits, die dadurch keine wirklich Ruhe fanden. Didi Schmeer, Alex Ortmann und Alfons Bartelmes scheinen auf dem Weg zu einem echten Dream Team zu sein. Dahinter gab es ein heiteres Bäumchen wechsle dich zwischen den beiden Teams aus Stuttgart und dem Team aus Dortmund.  Zur Mitte des Rennens hatten die Plafit S24-Teams aus Stuttgart, der dortmunder Excel-Jaguar im Sandwitch und alle 6 Teams konnten sich gut in der vordersten Startgruppe halten. Kleinere Problemchen gabs es zwar auch hier, jedoch keines führte dazu, dass massiv Runden verloren wurden.

Die Platzierungen der Teams dieser Startgruppe vor dem Regrouping:

1. No Limits
2. Dr. Slot
3. Jägerteam                                                                                       
4. Slotracing XL                                                                                
5. Plastikquäler                                   
6. MCW-Racing                                 

Mit dem Regrouping gings weiter und zunächst waren wieder die große 8-er-Gruppe dran. Die Fahrzeit war auf 18 Minuten verkürzt worden, da der Zeitplan aus dem Ruder gelaufen war. Die Maßnahme war auf jeden Fall sinnvoll und die Gesamtfahrzeit wurde einem Langstreckenrennen noch allemal gerecht.

Bei den Aliens wurden die Probleme eher größer als kleiner und so ist deren Geschichte schnell zu Ende erzählt, denn an der Platzierung änderte sich leider nichts mehr.

Platz 20 : Alien´s Racer Group

No Time Racing hatte im zweiten Durchgang nocheinmal ein bisschen Pech und musste reparieren, was zu weiteren Rundenverlusten führte und anstelle einem Kampf um eine bessere Platzierung. Nach dem Ende des Rennens gab Teamchef Andreas Hofmann zu Protokoll, dass „der Harald hat ja gefehlt und die zwei Kleinen müssen jetzt halt ins Bett. Zufrieden simmer allemal.“ Aus dem Hintergrund bellte es dann von einem der beiden „Kleinen“ : „Aber erst gehen wir noch zu Mc Donalds!!!“

Platz 19 : No Time Racing

Team Optimist konnte den zweiten Durchgang relativ unbeschadet über die Runden bringen und profitierte vom Rundenverlust der No Times. Sie spulten in allen 6 Umläufen konstant über 100 Runden ab. Der Toyota fuhr nun reltiv sicher und die Fahrer hatten sich an die Eigenheiten der trierer Bahn gewöhnt. Es machte den Eindruck, als hätten die Jungs ab da noch 3 bis 4 Stunden Fahrzeit vertragen können.

Platz 18 : Team Optimist

Red Lampion hatte den herben Rückschlag aus Durchgang 1 auch in der langen Pause mental verdaut und fuhr in der zweiten Session ein ruhiges aber flottes Rennen. Auch hier waren keine größeren reparaturen mehr notwendig und so konnte man sich von Platz 18 noch auf 17 vorarbeiten.

Platz 17 : Red Lampion

Das Momo-Werksteam um Momo-Chef Karl Janda hatte in diesem Durchgang noch einmal spannende Duelle mit den Slot Freaks. Pirschte sich auf der einen Spur an diese heran, fiel auf der nächsten wieder zurück. Ein richtiger Angriff war irgendwie nicht möglich und so konnten sie an der Reihenfolge keine Retusche mehr vornehmen. Insgesamt aber eine solider Auftritt dieses kurzfristig formierten Teams, bei dem ersichtlich wird, dass Nord und Süd eben doch zusammen können. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass „Börn“ Skottke als Boxenreporter heftigst eingespannt und ständig auf Achse war. Das gibt sicher ne Gehalterhöhung beim offiziellen SLP-Amtsblatt dem „SLP-Folksboten“ .

Platz 16 : Team 24

Daniel Gerecht hatte es erneut geschafft ein motiviertes Team an den Start zu bringen und im Vergleich zum Vorjahr wurden bei den Slot Freaks sowohl in der Fahrzeugvorbereitung, als auch auf dem fahrerischen Sektor massive Fortschritte erkennbar. Sandra fuhr souverän und flott die schwierigen Aussenspuren, Dag hatte sich im mittleren Bereich der Angriffsspuren eingenistet und zeigte dort, dass man die Hausaufgaben ordentlich gemacht hatte. Verstärkung hatten die Freaks von Jürgen Rother, einer Leihgabe der No Name Group, erhalten, der seine Aufgabe auch zur vollsten Zufriedenheit des Teamchefs erledigte. Im zweiten Umlauf wurde der Ansturm von Team 24 sicher abgewehrt und cool der 15. Platz gesichert.

Platz 15 : Slot Freaks

Power-Bridge-Racing war angetreten, um in die Top 10 zu fahren. Eine realistische Einschätzung der 3 Herren, denn immerhin genießt man in Trier ein gewisses Heimrecht. Konnten sich die Power-Bridgeler noch in den Top 12 halten, fielen sie in Session 2 erneut kleineren Reparaturen zum Opfer und verloren weitere wertvolle Runden. Marko Klaric hatte ordentlich vorgelegt und es sah so aus, als ob noch das eine oder andere Plätzchen nach vorne gehen würde, doch dann musste man sich mit den Rundenverlusten aus den Reparaturen nach hinten durchreichen lassen.

Platz 14 : Power-Bridge-Racing

Leo Chili Racing hatte sich mittlerweile eingeschossen und blieb von weiteren Defekten größtenteils verschont. Sie arbeiteten sich noch um einen Platz nach vorn und hatten damit das Machbare erreicht. Die Fahrer taugen sicher zu mehr, alledings war das Auto noch nicht die Offenbarung und 4 Stunden am Limit zu fahren ist eben doch recht anstrengend.

Platz 13 : Leo Chili Racing

Drinking for Schwerte war über die ganze Veranstaltung hinweg sehr zügig unterwegs und ließ es nun noch einmal richtig krachen. Die Werte der einzelnen Spuren belegen, dass die Jungs aus dem Westen wohl da erst richtig aufgewacht sind und mit einer ähnlichen Performance in Durchgang 1 noch 1 bis 2 Teams vor sich hätten aufarbeiten können.

Platz 12 : Drinking for Schwerte

Die X-Roockies waren es bereits gewohnt, mit nicht ganz optimalem Material im SLP anzutreten und so kämpften sie sich auch dieses mal wacker durch den zweiten Umlauf. Der Wagen und die Fahrer schienen nun etwas glücklicher mit dem trierer Track zu sein, was sich in Rundenzahlen niederschlägt, die bei 2 Minuten weniger Fahrzeit dennoch nur knapp unter den Rundenzahlen aus Umlauf 1 lagen.

Platz 11 : X-Roockies

Der MSCB war als kleiner Geheimfavorit gehandelt worden, nachdem Peter Vogt mit seinem Team im letzten Jahr auf Rang 5 in Trier gelandet war. Die zusätzlichen Erfahrungen der weiteren 3 Rennen in der 2004er Saison ließen erwarten, dass in diesem Jahr ein Angriff auf die Spitze erfolgen könnte. Der Wagen schien mit dem besseren Grip in Durchgang 2 besser zurecht zu kommen, allerdings beklagte Teamchef Vogt auf den Spuren 5 und 6 massiven Gripverlust und schlidderte mehr über die Bahn, als dass er fuhr. Bei der technischen Abnahme entdeckte man dann das Übel. Auf einem Reifen hatte sich Sekundenkleber oder eine andere aushärtende Substanz breit gemacht, die natürlich keine Haftung zur Bahn hin aufbaute.

Realistisch betrachtet hätte es wohl zu ein paar Runden mehr reichen können, doch die 11 Runden zum SRC Mittelrhein wären eher nicht drin gewesen.

Platz 10 : MSC Bischofsheim

Der SRC Mittelrhein fuhr auch in den zweiten 2 Stunden sicher und schnell durch. Verschont von größeren Defekten oder Ausfällen konnten die 3 Jungs souverän ihren 9.Platz halten. Nach vorn ging nicht viel, nach hinten war man unter normalen Umständen abgesichert und so konnten sie ohne große Emotionen oder Ambitionen durchfahren.

Platz 9 : SRC Mittelrhein

Peter Kreutzer hatte über die Wintermonate die No Name Group neu formiert. Im letzten Jahr war er in Bischofsheim in den SLP eingestiegen und unterstützte die Slot Freaks um Daniel Gerecht.  Nachdem man beim SLP-Finale in Stuttgart 2004 schon mit dieser Besetzung gestartet war, weil Dag verhindert war, lag es nahe dieser Formation einen neuen Namen zu geben und mit eigenem Team 2005 anzutreten. Peter Kreutzer, Michael Steindl und Reiner Bergheimer fuhren mit Vorjahres-Material auf einen glänzenden 8.Platz, den sie im zweiten Umlauf souverän verteidigten und zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen ließen, wo sie sich am Schluß im Ranking befinden wollen.

Platz 8 : No Name Group

TST Austria war einer Top Favoriten aufs Podest, wenn nicht sogar mehr. Im ersten Durchgang hatte man etwas Pech mit Reparaturen, doch die fulminante Fahrt war auch den streng beobachtenden Top 6 Teams nicht verborgen geblieben. Auch jetzt brannte das österreiche Team nochmal ein Feuerwerk ab. Es war klar zu erkennen, dass der Wagen mit dem nun vorhandenen Grip wesentlich besser zurecht kam, doch eine Verbesserung der Platzierung war nicht mehr machbar.

Platz 7 : TST Austria

Die Vorjahressieger vom Jägerteam kamen auf Platz 3 liegend in den zweiten Durchgang. Hier schlug der Defektteufel erbarmungslos zu und beutelte die sympathischen Jungs arg. Es wurde aufgrund einer abgerissenen Lötfahne am Motor ein Wechsel notwendig. Mit frischem Aggregat und ca. 35 Runden Verlust nahm man die Jagd wieder auf. Doch mehr als Platz 6 war leider nicht mehr zu holen. Im Vorjahr wäre hier noch eine Verbesserung machbar gewesen, doch die Spitze ist selbst in Trier enger zusammen gerückt.

Platz 6 : Jägerteam

MCW-Racing hatte im ersten Umlauf eine gesunde Basis für ein gutes Ergebnis gelegt. In Durchgang 2 wollte man nochmal angreifen und eventuell das andere Team aus Stuttgart noch einholen. Chris Hotz und Wolfgang Krech hatten hierbei den Auftrag, auf den schnellen Spuren 1 bis 4 Attacke zu gehen. Martin Friemann sollte auf 5 und 6 kontrolliert angreifen und möcglichst gleichwertige Rundenzahlen wie das andere stuttgarter Team zustande bringen. Die 12 Runden Rückstand aus Durchgang 1 mussten doch mit dem etwas schnelleren Wagen zu packen sein. Die  Jungs gaben alles – es sollte aber nicht reichen für Slotracing XL, dennoch profitierte man man von den herben Rundenverlusten der Jäger und konnte sich um einen Platz nach vorne fahren.

Platz 5 : MCW-Racing

Slotracing XL hatte in den Wintermonaten eine Umfirmierung vorgenommen. Die Ex-Spätzles-Power sind aber personell  mit gleicher Besetzung in die neue Saison gestartet. Technisch hatte man mit dem Plafit S24 auf eine neue Basis gesetzt, die sich in den stuttgarter Clubrennen bereits bestens bewährt hatte. Vor dem zweiten Umlauf hatte Teamchef Reiner Bock die klare Parole ausgegeben „Jungs, Ziel ist Platz 5. Die Dortmunder werden wir nicht halten können, MCW müssten wir abwehren können, wenn jeder sein bestes gibt und das Auto hält! Torsten, Frage an den Technikchef – wird das Getriebe halten?!“. So wurde es dann auch gemacht, das Getriebe hielt und man lernt dabei noch, dass es doch gut ist, wenn man auf die Großen hört…………………

Platz 4 : Slotracing XL

Die Plastikquäler hatten ein schnelles Plafit Excel Auto gebaut, das schon im freien Training das Potenzial des Teams andeutete. Die Jungs hatten das klare Ziel vor Augen, beide stuttgarter Teams hinter sich zu lassen. So wurde in Durchgang 2 nochmal richtig angegast und aus einer Runde Rückstand auf Slotracing XL ein Vorsprung von 7 Runden gemacht.

Starker Einstieg in den SLP Ziel wohl voll erfüllt.

Platz 3 : Plastikquäler

Der Doktor hatte einen tollen Toyota GT one für seine zwei Mitstreiter gebaut. Im ersten Umlauf war das eine echte Rakete, doch irgend ein schleichender Defekt kostete rund 2/10 pro Runde und man durfte froh sein, dass keine weiteren Schwierigkeiten auftraten. Das Fahrzeug schnurrte bis zum Rennende, aber eben nicht mehr mit dem gewohnten Speed aus der ersten Session.

Platz 2 : Dr. Slot

Die No Limits waren Favorit und nachdem die schärfsten Rivalen vom Jägerteam aus dem Rennen um Platz 1 waren konnten sie Motor und Getriebe schon etwas schonen. Der Name war in Durchgang zwei insoweit Programm, als dass sie nie ans Limit mussten. Sie fuhren den Sieg souverän nach Hause und fügten einen weiteren großen Pokal ihrer umfangreichen Sammlung hinzu.

Platz 1 : No Limits

Unterm Strich war es ein sehr spannendes Rennen mit vielen wechselnden Positionen, heftigen Platzierungskämpfen und Slotsport auf höchstem Niveau.

Die Technik in der Nachbetrachtung:

Es wurden Chassis seitig Eigenbauten eingesetzt, ebenso wie Serienfahrwerke von Plafit ( Excel und S24 ) und Momo. Auf den Plätzen 1 und 2 waren Eigenbauten, die allerdings von Heimteams eingesetzt wurden, was den Erfolg wieder relativiert. Dahinter auf Platz 3 ein Plafit Excel, gefolgt von 2 Plafit S24 und 2 weiteren Eigenbauten, dann wieder Plafit Excel. Besonders interessant ist aber, dass dieses Jahr weder die absoluten Spitzenzeiten, noch die maximalen Rennrunden pro Spur vom letzten Jahr übertroffen werden konnten – damals noch weitestgehend alle mit Plafit Excel unterwegs! Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Leistungsfähigkeit im Laufe der Saison entwickeln wird. In Trier waren auf jeden Fall die unterschiedlichsten Konfigurationen schnell unterwegs. Leichter Deckel – schweres Chassis, schwerer Deckel – leichtes Chassis, Verteilung relativ gleichmäig wie im letzten Jahr usw. es führten einfach unterschiedliche Wege nach Rom und das ist gut so.

Auch die Motoren lieferten kurzfristig Anlass zu Diskussionen, doch am Ende wurden alle Autos nachmal auf einen Prüfstand gestellt und hierbei stellte sich heraus, dass alle Autoerbauer einen geschulten Blick für ordentliche Bison-Motoren zu haben scheinen. Die Autos der 6 Erstplatzierten lagn innerhalb von knapp 2 % Streuung, der beste Motor befand sich ausserhalb der Top-Ten.

Die Teilnehmer waren sich auf jeden Fall einig, dass sich die Reise an die Mosel wieder einmal gelohnt hat und man gerne wieder kommen wird. Ferner kam man dieses Jahr noch ohne die Pipeline von Bitburg runter aus, aber anhand des Monsterplakats über der Rennbahn war zu erkennen, dass die  Bitburger-Brauerei wohl neuer Hauptsponsor im RCT und SLP zu sein scheint! Eine wirklich gute Wahl – Kompliment an die Organisatoren ;-))))

Danke an Martin Bartelmes und seine Crew mit den vielen helfenden Händen, Danke an Joachim Welsch für die tolle Datenaufbereitung, Danke an Mike Hampel für die Photosession, die er mit einer Eselsgeduld hinter sich gebracht hat, Danke an alle Teilnehmer für einen gelungenen und sportlichen Saisonauftakt 2005. Es ist schwer zu toppen, aber in Bischofsheim geht’s weiter und das Team um Peter Vogt wird sicher sein Bestes geben, um den Standard aufrecht zu erhalten. Bestellt schon mal ordentliches Wetter für dieses Jahr!!! ;-)))

Der ganze SLP bedankt sich bei den Sponsoren HT-Motorracing und Automobilminiaturen, die auch in 2005 wieder ihre großzügige Unterstützung zugesagt haben.

Die Redaktion schließt nun und verabschiedet sich bis Anfang Juli, um dann wieder frisch gestärkt aus Bischem berichten zu können.

Das börnende Boxenluder

TOU

SLP-Homepage       Berichte 2005        12h von Trier 2005