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SLP-FOLKSFREUND

 3.SLP-Lauf 2005, Mörfelden

 ……..UND NOCH IMMER DIE FRAGE OB EIGENBAU ODER EHER NICHT??!!

Die Sommerferien sind in allen Bundesländern weitestgehend um und rechtzeitig zu diesem Zeitpunkt wurde die
SLP-Gemeinde in Mörfelden auf die 8-spurige Bahn zusammen gerufen. 8 Spuren und die damit einhergehende Betriebsamkeit auf der Bahn sind ja schon eine Herausforderung für sich, wenn es dann aber noch zudem um eine so schnelle Rennklasse geht, dann kommt so mancher Puls in Wallung……………

 Am Freitag waren die ersten Fleissigen schon ab 12 Uhr an der Bahn, um Trainingskilometer zu sammeln, Abstimmungsarbeit zu leisten und die besten Räder, Motoren, sowie sonstige wichtige Parameter auszusortieren.

Zeiten im mittleren 4,4-Sekunden-Bereich waren wohl schon ganz ordentlich, doch im Laufe des Tages purzelten auch mal 4,3er und es wurde hinter vorgehaltener Hand auch gemunkelt, dass die Ruhr-Kolonne um Sebastian Nockemann (seit dem Lauf in Bischem kurz „Nockenwelle“ genannt) auch die eine oder andere hohe 4,2 geknackt hätte. Wie üblich flott unterwegs, aber ebenso wie üblich mit dem Grip hadernd – die österreichische Delagtion um Roland Tögel. Stuttgart mitten drin und Trier nur mit Notbesetzung vertreten…….

Am Samstag morgen um 7 Uhr sammelten sich dann die letzten eintrudelnden SLP-Mohikaner vor dem Renncenter.
Ein stark vibrierender Astra Kombi mit TR-Kennzeichen erregte bei den Versammelten Aufmerksamkeit, darin – unter einer Decke hausend – Ralph „Psycho“ S(t)eif. Die Vibrationen rührten wohl vom Schnarchen her. Insider munkeln aber auch, dass gegen 6.52 Uhr der dunkelhäutige Besitzer von Billy´s Pub zur Heckklappe herausgekrabbelt sein soll und ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht trug, als er sich davonschlich ;-))

Kurzum, Ralph quittierte alle Weckrufe in den Astra mit einem knappen „Verp….t Eusch!“ und drehte sich unter seiner Kuscheldecke nochmal um.

Die Abnahme am Samstag Morgen verlief im Rahmen des üblichen und beim anschließenden Quali wurden dann schon erste deutliche Duftmarken gesetzt. Allen voran Peter Oberbillig, der seinen neuen Jaguar mit der einzigen 4,2er-Zeit auf die Pole stellte, dahinter dann sofort der neue, junge Mann aus Stuttgart, Markus Fessler, dessen Teamchef ihm ein perfektes Auto mit Plafit S24-Standard-Chassis hingestellt hatte, mit dem er eine ganz hervorragende 4,3032 erzielte.

Markus hatte am Freitag sicher ausreichend Trainingszeit, allerdings fuhr er zum ersten mal auf dieser Bahn. Weiter zu erwähnen die 3 Plastikquäler Wondel, Weber und Nockenwelle, die alle in den Top10 landeten. Andererseits landeten im Quali ein paar Topfavoriten ausserhalb der Top10 ( A. und M.Bartelmes auf Platz 14/15, Jo Welsch auf 16, Alois Kreutzer, der Vorjahressieger auf 22), was aber zeigt, wie dünn die Luft im SLP ist. Ein weiteres Indiz hierfür: bis Platz 21 (Mike Hankele von Slotracing XL) war die Qualizeit eine 4,3xxx Sekunden. Im letzten Jahr wäre schon diese 4,3897 Sekunden die Pole-Position gewesen!!
Die knappen Zeitunterschiede zeigten aber auch, dass mit dem Quali noch keinerlei Vorentscheidung gefallen war.
Hier war für jeden  bis Platz 22 noch einiges zu holen.

 Unter diesen Vorzeichen gings dann in die 6 Rennläufe………….

Gruppe F war besetzt mit Ralf Braun, Peter Höhne, Ulrich Pfeiler, Marko Klaric, Oliver Wind, Maik Schmidt, Ralph Schniz, Michael Lunk und dem HT-Motorracing-Chef Kurt Petri persönlich.

Die Gruppe begann sehr nervös und der Rennverlauf war von vielen Chaosphasen unterbrochen. Marko Klaric fuhr hier ein sauberes Rennen und hielt sich weitestgehend aus allem Geplänkel heraus, ebenso wie sein Teamkollege Oliver Wind und Kurt Petri. Diese 3 waren nur durch etwas über eine Runde getrennt und belegten am Ende die Plätze 34, 35 und 36. Ralf Braun kam erst sehr spät, musste ohne Training ins Quali und kämpfte sich aber dennoch auf Platz 40 vor. Dahinter Peter Höhne (42), Ulrich Pfeiler (44), Maik Schmidt (47), Ralph Schniz, einmal mehr vom Pech verfolgt auf 48 und Michael Lunk auf Platz 49.

Gruppe E hatte sich in der Konstellation Frank Schüler, Tom Goldenbaum, Andreas Hofmann, Mike Reuther, Günther Riehl, Patrick Brau, Thomas Krieger und Jürgen Rother zusammengefunden. Eine hoher Anteil an Fahrern also, die die Bahn in Mörfelden sehr gut kennen. Die Hektik hielt sich in diesem Lauf dann auch deutlich in Grenzen. Da war klar zu erkennen, dass hier viel Routine mitspielte und die Jungs es „einfach rollen“ liessen. Allen voran machte X-Roockies-Chef Guri den Sack zu und knackte als erster an diesem Tag die 700-Runden-Marke. Seine 701,12 Runden bedeuteten am Ende Platz 26. Frank Schüler lag fast 9 Runden zurück, was in der Endabrechnung aber nur einen Platz bedeutete. Spannend war es zwischen Tom Goldenbaum und Patrick Brau, die im Formationsflug um den Kurs kreisten. Sie waren zum Rennende nur durch 0,02 Runden getrennt, wobei Patrick das bessere Ende für sich verbuchen konnte. Er belegte im Endranking Rang 28, Tom landete auf 29. Bei Thomas, Andreas und Jürgen kann man auch nicht gerade von einer undramatischen Entscheidung reden, denn sie trennten letztendlich auch nur gerade mal knappe 2 Runden. Sie beendeten ihr Rennen geschlossen auf den Plätzen 37 (Thomas), 38 (Andreas) und 39 (Jürgen). Etwas abgeschlagen Mike Reuther , der sich noch den 46. Platz sichern konnte.

Gruppe D wurde von aussen schon mit Spannung beäugt, denn hier waren schon Top-Fahrer Ralph Seif und der zweitplatzierte  vom letzten Lauf in Bischofsheim, Peter Vogt, vertreten. Spätestens hier durften eventuelle Top 10 Ergebnisse erwartet werden. Ralph musste für eine kleine Reparatur während des Warm-ups, welche er unzulässigerweise vorgenommen hatte, eine 5-Rundenstrafe hinnehmen. Von der ersten Runde an, liess er allerdings keinen Zweifel daran aufkeimen, über wen hier der Laufsieg zu gehen hat. Schnell und konstant spulte er seine Runden ab. Gewann den Lauf deutlich und belegte Gesamtrang 16. Dahinter fuhr aber schon der junge Michael Tögel ein tolles Rennen und sicherte sich Laufplatz 2, was in der Gesamtwertung Rang 19 bedeutete. Der für MCW-Racing aus Stuttgart startende Badener Wolfgang Krech (ok, er ist gebürtig in Stuttgart und hat sich dadurch dieses Recht irgendwie erworben….) hatte ein paar nervenaufreibende Minuten zu überstehen, denn sein 3.Platz im Lauf war arg in Gefahr, durch den stark aufkommenden Siggi Jung, der von nun an nicht mehr „Pingelkopp“, sondern „Drängelkopp“ genannt werden dürfte. Letzten Endes setzte sich Wolftronic allerdings noch mit einer Runde Vorsprung durch und sicherte sich den 22.Platz, während Siggi auf 24 landete. Das saarländer Urgewächs Mike Hampel startete dieses mal nicht im gewohnten Jägerteam, sondern half bei den Red Lampions aus, deren bester Mann er auch gleichzeitig war. In der von ihm gewohnt ruhigen und unspektakulären Art drehte er 702,14 Runden und sicherte Platz 25 in der Endwertung. Etwas enttäuschend die beiden bischofsheimer Top-Fahrer Peter Vogt und Volker Lohr, die beide die 700 Runden nicht erreichten.
Peter musste nach dem super 2.Platz in Bischem hier mit Rang 31 vorlieb nehmen. Noch härter traf es Volker, der dahinter auf Platz 32 abschloss. Die Gruppe vervollständigte Lukas Hofmann, der Platz 45 einheimste, allerdings vom Defektteufel (natürlich einem maßstabsgerechten in 1:24) mehrfach heimgesucht wurde und langwierige Reparaturpausen einlegen musste, was am Ende viele, viele Runden kostete. Ansonsten wäre er wohl eher im Bereich von Mike Hampel und
Siggi Drängelkopp gelandet.

Gruppe C  startete ebenfalls in äusserst hochwertiger Besetzung mit Michael Niemas (mehrfacher DPM-Sieger auf dieser Bahn), Frank „die Stimme“ Binanzer (4.Platz SLP-Mörfelden im Vorjahr), Alois „der Anfänger“ Kreutzer (schlicht und einfach der Vorjahressieger), drei absolute Topspezialisten auf dem Sektor Holzbahn-Moosgummi-Bison am Werk. Ebenfalls immer schnell und für tolle Ergebnisse tauglich, die die beiden Ruhr-Reglerkünstler Ingolf Weber und Jan Uhlig. Vervollständigt wurde die Gruppe durch den schnellen „Jäger“ Mark Kiefer, einen der flottesten Stuttgarter Mike Hankele und Heimascari Michael Schluckebier. Vom Start weg machte Bini auf den schnellen Spuren Druck und konnte sich ein kleines Polster herausfahren. Welche Klasse allerdings Michael Niemas auf seiner Heimbahn besitzt, zeigte sich im weiteren Verlauf. Im Windschatten von Bini arbeitete er sich Meter um Meter an diesen heran und sicherte sich schlussendlich den Laufsieg mit 735,20 Runden und Gesamtplatz 7. Bini liess zwar nicht locker, musste allerdings mit 4 Runden Rückstand am Ende leben, doch in der Endabrechnung gabs einen sehr schönen 10.Platz. Jahn Uhlig und
Alois Kreutzer beharkten sich über die gesamte Renndistanz, wobei Peter der eine oder andere Abflug schwer zu schaffen machte, da er mehr als übers Limit hinaus musste. So zog er dann auch mit sehr knappen 0,14 Runden den Kürzeren gegenüber Jan. Am Ende waren das aber dennoch die Plätze 14 und 15 in einem sehr stark besetzten
SLP-Rennen. Dahinter im Lauf Mike Hankele, der sich wiederum mit knappen 6 Runden ausreichend Luft zum folgenden Mark Kiefer verschafft hatte. Beide lagen deutlich über den 700 Runden und in diesem Fall ging das Duell Serien-Fahrwerk vs. Eigenbau zugunsten des Serien-Chassis aus. Beide landeten noch in den Top 25. Mike auf Platz 21,
Mark auf 23. Für Ingolf lief das Rennen nicht ganz so glücklich und noch härter traf es Michael. Er hatte mit Reparaturen und kleinen technischen Defekten zu kämpfen. Ingolf beendete sein Rennen auf Rang 30, Michael knapp dahinter auf  33.

Gruppe B hatte schon den einen oder anderen Sieganwärter in ihren Reihen. Immer schnell und wohl einer der Besten in deutschen Landen – Didi Schmeer, wohl kaum schlechter – Jo Welsch, mitten drin dann die Bartelemes-Brothers, mit denen immer zu rechnen ist, dann mit Andreas Tögel noch ein Top-Athlet aus Österreich. Angereichert wurde das Ganze mit Sebastian „Nockenwelle“ Nockemann und den beiden stuttgartern Martin Friemann und Torsten Ulrich. Diese Gruppe erlebte viele Führungswechsel und wenn man die reinen Rundenzahlen addiert, sowie die Punkte für die jeweiligen Platzierungen innerhalb einer Fahrergruppierung, dann haben diese 8 Agenten in beiden Disziplinen den besten Job abgeliefert. Zu Beginn stürmte Martin auf der schnellen Spur 8 auf und davon und führte nach dem ersten Durchgang.
Ab Turn 2 bis zum 5 Turn führte Torsten, der aber noch die langsamen Spuren vor sich hatte und dann kam die große Stunde von Didi, der sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ und einen klaren Laufsieg einheimste. Unterdessen hatte sich Jo Welsch heimlich still und leise noch auf Platz 2 im Laufranking nach vorn geschoben, Dahinter Torsten, Andreas, Martin B., Martin F. und Alfons. Sebastian konnte in diesen Kampf nicht mehr eingreifen, denn sein Chassis hatte einen massiven Schaden erlitten und so musste er auf ankommen fahren. Was in diesem Lauf sehr deutlich zu erkennen war, waren die fairen Zweikämpfe und die Tatsache, dass keiner den anderen behinderte. Dem Schnelleren wurde kurz auf der Geraden Platz gemacht und so konnte jeder seinen individuellen Rhythmus gehen. In der Gesamtabrechnung landeten die 8 auf folgenden Plätzen: Dietmar (2), Jo (5), Torsten (8), Andreas (9), Martin B. (12), Martin F. (13), Alfons (17) und Sebastian (20).

Gruppe A, die Sieganwärter! Allen voran Polesitter Peter Oberbillig, wollten noch ne ordentlich Schippe draufpacken und legten vom Start weg mächtig los. Peter hatte das Hanicap, dass er auf der langsamsten Spur 1 zuerst ran musste. Ein Abflug im Karussell und ein hineinfahrendes, nachfolgendes Auto zerschossen in den ersten Minuten alle Hoffnungen auf eine Top-Platzierung. Peter quälte sich und den neuen Jaguar mehr schlecht als recht um den Kurs. Notwendige Reparaturen waren zwar einigermaßen flott erledigt, aber richtig in Schwung wollte der ursprünglich schnelle Wagen, nicht mehr kommen. Reparaturpausen und mäßige Rundenzeiten spülten Peter bis auf Platz 41 nach hinten. Des einen Leid, des anderen Glück……….. Roland Tögel macht infolgedessen den Sack zu. Der schnelle Österreicher pilotierte seinen Nissan mit atemberaubender Geschwindigkeit um die 27-Meter-Bahn und scheiterte nur ganz knapp an den
750 Runden, wobei er klar auf Platz 1 landete, sowohl im Lauf, als auch in der Gesamtwertung. Alex Ortmann folgte mit fast 10 Runden Respektabstand und konnte seinen Teamkollegen Dietmar Schmeer nicht mehr abfangen. Trotzdem war er mit Gesamtplatz 3 sichtlich zufrieden. Danach kam schon Markus Fessler. Der Junior des stuttgarter Clubs fuhr den vom Teamchef Martin F. bestens präparierten Jaguar mit S24-Chassis mit traumwandlerischer Sicherheit, hielt sich aus allem Geplänkel heraus und eroberte Platz 3 im Gruppenergebnis, was Platz 4 in der Endabrechnung bedeutete.  Eine wirklich hervorragende Platzierung, wenn man bedenkt, dass Markus erst sein 2 Rennen im SLP bestreitet und zum ersten mal in Mörfelden fuhr. Kevin Krollmann im Stile eines Herrenfahrers kurz vor dem Qualifying eingetrudelt – lockere Freizeitkleidung und den Regler lässig über den Schultern hängend – fuhr ein unauffälliges aber effizientes Rennen. Platz 4 im Lauf und Platz 6 im Gesamtergebnis, nicht schlecht, aber wer ihn kennt, der weiss, dass das für diesen schnellen Kerl, speziell auch in Mörfelden, nicht wirklich top war. Dass er ein „Plstikquäler“ sein soll, kann man bei Mirko Weber nicht wirklich nachvollziehen. Sauber zog er mit seinem weissen Wagen seine Runden und pilotierte den Renner auf Platz 5 innerhalb der Gruppe 1. Gesamtplatz 11 mit knapp über 730 Runden waren ein sehr guter Wert und einzig die Tatsache, dass er damit seinen stuttgarter Lieblingsgegner Torsten nicht ganz in Schach halten konnte, enttäuschte ihn etwas. Reiner Bock hatte es wie im letzten Jahr wieder in die schnellste Gruppe geschafft, wobei im Rennen die Motorleistung etwas nachließ und er nicht durchgehend pushen konnte. Offensichtlich war die Übersetzung etwas zu lang und speziell auf den inneren Spuren fehlte spürbar der Druck aus den Kurven. Mit 716 Runden konnte er sich dennoch bis auf Platz 18 vorfahren. Marcel Wondel hatte noch schlimmeres Pech als Nockenwellchen und der
Toyota GTone musste mehrfach an die Box. Speziell der Heckflügel bereitete ein ums andere mal Probleme und musste aufwändig geklebt werden. Durch diese langen Pausen und das in Mitleidenschaft gezogene, nicht mehr optimale Chassis, waren nicht mehr als 658 Runden drin, was ihn auf Platz 43 landen liess.

Fahrerische Nachbetrachtung:

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Austragung über alle 8 Spuren hinweg eine neue Herausforderung für alle Teilnehmer war und für einigen Betrieb auf der nicht unbedingt großen Bahn sorgte. Dies hatte im einen Lauf mehr, im anderen Lauf weniger Auswirkungen. Unterm Strich betrachtet war es aber wieder einmal mehr eine Veranstaltung, die auf fahrerischem und technischem Nivaeu absolute Höchstleistungen abverlangte. Es hat sich eine gesunde Mischung aus Jugend, Mittelalter und Steinzeit zusammengefunden und die Teilnehmerschaft hat untereinander größten Spaß.


Technische Nachbetrachtung:

Der SLP hat in diesem Jahr einen großen Zuwachs an Eigenbau-Chassis erfahren. Alle 3 bisher ausgetragenen Rennen wurden bisher auch auf irgendwelchen Eigenkreationen unterschiedlichster Colleur gewonnen. Nicht verschweigen sollte man aber, dass diese Entwicklungen durch die Nähe zu den Herstellern auch sehr rasch Einzug in die Serie halten wird, denn der SLP sieht sich als eine Art „Forschungslabor unter Live-Bedingungen“ und es werden die aktuellsten Erkenntnisse an die Chassis-Hersteller weitergegeben. Erste Gespräche mit Kurt Petri wurden bereits geführt und die Chancen sind groß, dass in absehbarer Zeit Grundplatten fürs Plafit S24 erhältlich sein werden, die eine Konkurrenzfähigkeit von Serienchassis sicherstellen. Motorausschnitt und eine den Anforderungen entsprechende Gewichtsverteilung werden hierbei schon Grundvoraussetzungen sein.

Ebenso sollte auch erwähnt werden, dass in den Top10 noch 3 Serienchassis (das beste auf Platz 4) vertreten waren und dieses von jemandem gefahren wurde, der zum ersten mal auf dieser Bahn fuhr. Ein bisschen mehr Bahnkenntnisse und es hätte auch das Podest sein können. Grundlegendes Manko an den Serienchassis scheint derzeit zu sein, dass sich die meisten nicht mehr so intensiv damit beschäftigen und stattdessen an den Eigenkreationen schnitzen. Langer Rede kurzer Sinn – die Eigenbauten sind ausdrücklich erwünscht und durch die allgmeine Offenheit auf dem Entwicklungssektor, können in einem überschaubaren Zeitraum alle an diesen Fortschritten partizipieren, wenn die Hersteller flexibel sind und die Anregungen aus dieser Rennserie umsetzen.

Dies und das und Kaffeesatz:

 -Die Teamwertung ist seit Mörfelden entschieden. Team Dr.Slot hat dort den Sack zugemacht und sich unverdrängbar auf Platz 1 positioniert.

 -In der Fahrerwertung kommen mit den Streichmöglichkeiten noch einige Fahrer für die Meisterschaft in Frage, wobei selbst Peter Oberbillig auf Platz 11 noch sehr gute Chancen hat, seinen Titel zu verteidigen. Für alle wird entscheidend sein, beim Saisonfinale in Stuttgart nochmal ordentlich zu punkten. Es bleibt spannend……….

 -Alois wird wohl sein Leben lang ein Anfänger bleiben, wobei in Mörfelden einstimmig festgelegt wurde, dass er im Status von „Anfänger light“ zum „Anfänger medium“ angehoben wird.

 -Jan Uhlig sah in Mörfelden nicht mehr so tot aus wie noch in Bischem, als er maximal gekrümmt in seinem 3er BMW Compact zusammengerollt lag.

 -Man darf gespannt sein, wem Ralph „Psycho“ S(t)eif in Stuttgart seine „Nobelherberge“ (seinen Astra Kombi) über Nacht zeigen wird – Billy schiens jedenfalls gefallen zu haben ;-)))

 -vergessen die Jäger auch dieses mal nicht ihr obligatorisches Antrittsgeschenk nach Stuttgart mitzubringen?

 -haben bis Stuttgart alle den jüngesten COL-Artikel von Didi Schmeer gelesen und werden dadurch womöglich sogar schneller als der Verfasser des Artikels selbst?

 -Gibt’s nach der Pause in Mörfelden endlich wieder einen Man-of-Speed-Wettbewerb?

 -Durchbricht Martin B. auf dem Weg nach Stuttgart die Schallmauer und damit einhergehend die Kernfrage: „Wieviel     geht in einer 60er-Baustelle wirklich? Die 220 vom Samstag können doch noch nicht alles gewesen sein!!“ ;-)))

 - Bleibt es bei den Jaguars als der beliebtesten SLP-Karosse?

 -Sehen wir mal wieder einen schnellen C9?

 -Was für eine Rakete zaubert Martin F. für sein Team, um in Stuttgart ganz vorn zu landen?

 -Rollt Peter O. in Stuttgart ausnahmsweise mal wieder mit einem geraden Auto über die Ziellinie?

 -Schließt Dr.Slot die Saison mit einem Sieg und somit fast blütenweisser Weste ab?

 -In welchen Besetzungen werden die „wechselfreudigeren“ Teams antreten?

 -Konnte Jesus wirklich übers Wasser gehen?

 -Ist die Erde eine Scheibe???

  

Die Redaktion bleibt dran und wird zeitnah berichten!

 Das börnende Boxenluder vom SLP-Folfsfreund

 

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